Sich öffnen

24/07/2019

Vor einigen Monaten hatte ich hier darüber geschrieben, wie ungewiss unser zukünftiges Leben in Horb noch ist.

 

Seitdem hat sich natürlich einiges getan. Wir haben eine Wohnung gefunden und auch die neuen beruflichen Pläne sind nun konkreter geworden. Ab September wird Steve als NaturCoach und Dozent arbeiten und ich werde meine Arbeit als Lerntherapeutin wieder aufnehmen und mich zum ersten Mal als Yoga-Lehrerin versuchen.

 

Neben all diesen neuen Dingen, die nun auf uns zukommen, habe ich immer wieder festgestellt, dass ich mir auch für mich persönlich einige Änderungen wünsche. Und dafür möchte ich unseren Neuanfang in Horb nutzen.

 

In der Vergangenheit habe ich meist für mich im stillen Kämmerchen gearbeitet.

Ich habe ein Fernstudium absolviert – größtenteils allein.

Ich habe eine Lerntherapie-Praxis eröffnet – auch allein.

Ab und an hatte ich natürlich Austausch mit Kollegen, jedoch war das sehr selten.

 

Ich arbeite am liebsten für mich, denn das bringt einige Freiheiten mit sich, die mir sehr wichtig sind. Doch ich glaube, ich scheue oft aus Angst den Kontakt zu anderen Menschen.

 

Wir alle haben natürlich Ängste in uns, die sich auf das soziale Miteinander beziehen: Angst vor Ablehnung, Angst vor Verurteilung, Angst, sich nicht zugehörig zu fühlen oder nicht verstanden zu werden. Und wenn uns diese Ängste daran hindern, auf andere Menschen zuzugehen und uns der Welt zu öffnen, dann verpassen wir wahrscheinlich sehr viele Chancen im Leben.

 

 

 

Ich für meinen Teil möchte das nun ändern, oder es wenigstens einmal für mich ausprobieren.

Einen Anfang habe ich damit gemacht, meine ganz persönliche Geschichte auf glückwärts zu veröffentlichen. Auch Steve hat über sich geschrieben.

 

Wir erzählen unsere Geschichten - ehrlich, offen, so wie wir nun mal sind.

 

Es ist nicht leicht, sich der Welt zu zeigen – mit all unseren Schwächen und Ängsten. Damit werden wir angreifbar und zeigen uns verletzlich.

 

Doch ich glaube, sich selbst zu öffnen birgt ein wunderbares Potenzial. Und wer weiß, vielleicht lassen sich ja auch andere Menschen davon inspirieren oder bekommen neuen Mut.  

 

Hier nun meine Geschichte (das Original könnt ihr euch auch hier anschauen):

 

Noch vor ein paar Jahren war mein Denken durch Selbstzweifel und Zukunftssorgen geprägt. Ich wusste nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll, war unzufrieden mit mir selbst und hatte regelmäßig leichte Depressionen. 

Auf der Suche

Nach dem Abi probierte ich mehrere Studiengänge und arbeitete nebenher in verschiedenen Jobs. In meinem Umfeld stieß ich in dieser Zeit immer wieder auf Druck und Gegenwind. Viele waren der Meinung, ich müsse doch möglichst schnell eine „richtige“ Arbeit finden. 

Mein größter Wunsch war es aber, einen Sinn in meinem Leben zu finden – eine Tätigkeit, die mich erfüllt und die mir Freude bereitet und die ich auch gut bewältigen kann. Ich wollte mir ein Leben aufbauen, das meinen Vorstellungen entspricht und nicht den Erwartungen anderer. Also hörte ich auf mein Bauchgefühl und suchte weiter. 

 

Endlich habe ich ein Ziel

Mit 25 begann ich ein Fernstudium in Psychologie. Hier fand ich viele Themen wieder, die mich schon immer interessierten und ich stürzte mich voller Elan ins Studium. 

Nebenher jobbte ich als Nachhilfelehrerin und entdeckte bald, dass ich gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen konnte. Ich verstand sie, konnte mich einfühlen und sie unterstützen. Langsam entwickelte sich der Wunsch, jungen Menschen nachhaltig helfen zu können und somit auch für mich eine sinnvolle und erfüllende Perspektive. 

Ich absolvierte eine Ausbildung zur Lerntherapeutin und gründete Freude am Lernen. 

 

In meiner freien Zeit beschäftigte ich mich viel mit dem Buddhismus und dem Thema Achtsamkeit und begann Schritt für Schritt meine negativen Denkmuster und Ängste zu bearbeiten. Achtsamkeit wurde für mich zur täglichen Übung und ich fand eine neue Leidenschaft beim Wandern in der Natur. 

Mein Studium schloss ich erfolgreich ab und erweiterte die Angebote in meiner Praxis. Allmählich verflogen meine Selbstzweifel und ich steckte mir neue Ziele. Ich fühlte, dass ich nach all den Jahren nun auf dem richtigen Weg war.

 

Der große Rückschlag

Das Fernstudium, der Aufbau meiner Praxis als Lerntherapeutin – all das waren große Herausforderungen für mich. Nachdem ich monatelang meinen Stress ignoriert hatte, bekam ich völlig unerwartet plötzlich regelmäßige Panikattacken. All meine Ängste schienen mich geballt wieder einzuholen. 

Viele Monate waren Angst und Panik nun die Hauptthemen in meinem Leben. Doch ich traf ziemlich rasch eine wichtige Entscheidung: ich lasse die Angst nicht mein Leben bestimmen. 

 

Wege aus der Angst

Also begann ich, einen individuellen und für mich passenden Stressmanagement-Plan aufzustellen: ich brauchte viel Zeit für mich, regelmäßige Ausflüge in den Wald, tägliches Yoga, Meditation und ein Mentaltraining, um der Angst positive Gedanken entgegen zu setzen. All diese Dinge taten mir gut und ich spürte, wie die Panikattacken langsam nachließen.

Das war vor drei Jahren. Heute geht es mir gut.

Ich bin sehr dankbar, all diese Erfahrungen gemacht zu haben, auch wenn es nicht leicht war. Denn ich habe etwas Wichtiges dabei gelernt: meine Ängste haben mich dazu gezwungen noch einmal intensiv darüber nachzudenken, was mir wirklich wichtig ist und was ich brauche, um gesund und glücklich zu sein.  

 

Neue Pläne

Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen, habe ich über die Jahre den Wunsch entwickelt, nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen dabei zu helfen, sich ein stressfreies und zufriedenes Leben aufzubauen. 

Gemeinsam mit meinem Mann entstanden so die Glückwärts-Urlaubsseminare.

 

 

 

 

 

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