Warum Yoga uns glücklich macht

22/09/2018

Was ist Yoga?

 

Bei dem Wort Yoga denken viele Menschen an den Kopfstand, den Lotussitz und andere schwierige Verrenkungen.

 

Zum einen geht es beim Yoga gar nicht darum, diese komplizierten Asanas (Yoga-Stellungen) zu beherrschen, zum anderen ist Yoga so viel mehr als Körperübungen.

 

Als ich vor ca. 10 Jahren das erste Mal mit Yoga in Kontakt kam, war ich begeistert und fasziniert von genau diesen exotischen Verrenkungen. Ich wollte unbedingt so beweglich und kräftig sein, wie die professionellen Yogis.

Über die Jahre lernte ich neben den Asanas auch Atem- sowie Meditationsübungen, erlebte, wie gut es tut, seinen Geist zu zentrieren und begriff allmählich, worum es beim Yoga wirklich geht: es ist eine Lebenseinstellung.

 

Daher ist Yoga mein Glücksbaustein #3.

 

Geschichte des Yoga

 

Als ursprünglich spiritueller Übungsweg ist Yoga in Indien seit etwa 3000 – 4000 Jahren bekannt.

Der Begriff Yoga lässt sich anhand seiner historischen Bedeutung gut erklären. Die indogermanische Wurzel „yui“ bezeichnet das Zusammenführen und Anschirren von zwei oder mehr Pferden vor einem Wagen. Dieses Bild verdeutlicht die Absicht des Yogas sehr gut: die fünf Sinne des Menschen sind wilde Hengste, die vor den Wagen gespannt werden und die im Zaum gehalten werden müssen. Der Wagen steht für den Körper und der Wagenlenker für den Geist. Dieser bestimmt, wie und wohin sich Sinne und Körper bewegen. Das Bild des Wagenlenkers vermittelt uns hierbei, dass wir selbst die Zügel in der Hand halten und unseren (Lebens-)weg bestimmen.

 

© Cornelia Pretzsch. http://de.fotolia.com/id/38265716

 

Eine wichtige Textsammlung aus der frühen Zeit des Yogas sind die Yoga-Sutras des Weisen Patanjali. „Sutra“ bedeutet übersetzt „Leitfaden“.

Patanjali analysierte den menschlichen Geist und stellte fest, dass ein unruhiger Geist verantwortlich für das menschliche Leid ist und ein zufriedenes Leben verhindert.

Daher sollten wir es uns zum Ziel machen, unseren Geist zu schulen und somit in´s Gleichgewicht zu kommen, Erkenntnisse zu gewinnen und unser Leid zu mildern.

 

Ein wichtiger Baustein zur Schulung unseres Geistes ist dabei die Achtsamkeit.

 

Was ist, das ist

 

Achtsamkeit ist eine Grundhaltung des Yoga. Diese beinhaltet u.a. das wertfreie Beobachten und die Akzeptanz des Hier und Jetzt. Auch während der Asana-Praxis ist es beim Yoga von Bedeutung, seinen Körper, mit allen eventuellen Wehwehchen, so zu akzeptieren, wie er gerade ist und einfach nur wahrzunehmen.

Diese wertfreie Beobachtung unseres Körpers hilft uns dabei, Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Wir lösen uns von unseren Idealvorstellungen und unserer Leistungsorientierung und nehmen uns so an, wie wir sind.

Die Erfahrungen aus unserer Asana-Praxis lassen sich auch in den Alltag übertragen:

die achtsame Haltung unserem Körper gegenüber, hilft uns dabei, unsere Grenzen besser zu erkennen und uns nicht zu überfordern. Indem wir unsere eigenen Bedürfnisse berücksichtigen stärken wir unsere Eigenverantwortung.

 

Yoga zur Gesundheitsprävention

 

Seit ein paar Jahren werden die gesundheitlichen Wirkungen von Yoga wissenschaftlich untersucht. Dabei konnte gezeigt werden, wobei uns Yoga unterstützen kann:

 

  • muskuläre Verspannungen lindern

  • Durchblutung verbessern

  • Herzrhythmusstörungen lindern

  • Blutzuckerspiegel senken

  • Beweglichkeit erhöhen

  • Rückenschmerzen lindern

  • Depressive Symptome reduzieren

  • Konzentration stärken

  • Stresstoleranz stärken

 

Yoga wirkt sich also positiv auf unsere Gesundheit aus, sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene.

 

Yoga und Stress

 

Yoga ist ein effektives Verfahren zur Entspannung und Stressreduktion. In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass regelmäßige Yoga-Praxis den wahrgenommenen Stress reduzieren und auch den Umgang mit Stressoren verbessern kann.

Durch die Yoga-Praxis reduziert sich die Aktivität unseres sympathischen Nervensystems, welches dafür verantwortlich ist, in stressigen Situationen Körper und Geist zu aktivieren. Diese Reaktion ist in einzelnen Situationen sehr nützlich, macht uns aber krank, wenn sie chronisch auftritt. Dem kann Yoga entgegen wirken.

Auf der anderen Seite aktiviert Yoga unser parasympathisches Nervensystem, welches für unsere Entspannung zuständig ist.

 

Fazit

 

Für mich geht es beim Yoga hauptsächlich um den Aspekt der Achtsamkeit. Diese möchte ich sowohl im Alltag als auch während der eigentlichen Körperübungen praktizieren. Die regelmäßige Reflektion über meinen eigenen Körperzustand führt zu mehr Gleichgewicht zwischen Körper und Geist und damit auch zu mehr Wohlbefinden.

Gerade in hektischen Zeiten ist Yoga für mich ein wunderbarer Weg, zu Ruhe zu kommen und damit Stresserleben entgegen zu wirken.

 

 

 

 

 

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