Das Ende einer Reise

09/09/2018

Vor fünf Monaten sind Steve und ich zu einem Abenteuer aufgebrochen. Wir haben unser Alltagsleben hinter uns gelassen, die Sachen gepackt und sind mit unserem Camper Nils gen Süden gefahren.

 

Nun sind wir nach vielen Wochen Reise durch Europa wieder Zuhause angekommen. Passend zu unserer Rückkehr und damit dem Ende eines aufregenden Abschnitts in unserem Leben beginnt nun eine neue Jahreszeit.

Der Herbst steht symbolisch für die Vergänglichkeit und das Abschied nehmen. Mit dem ersten gelben Laub, dass von den Bäumen fällt nehmen auch wir Abschied – ein bisschen traurig, aber auch voller Vorfreude zugleich.

 

Haben sich unsere Erwartungen erfüllt?

Was können wir von dieser Reise mitnehmen? Was hat sich für uns verändert?

 

Über die Beweggründe für unsere Reise habe ich in meinem ersten Blogeintrag geschrieben:

 

...einer meiner größten Herzenswünsche für unsere Reise ist es, herauszufinden, welche Art von Leben wir in Zukunft führen wollen.

Große Fragen sind während der letzten Jahre bei uns beiden aufgetaucht:

Wie möchten wir in einer Gesellschaft leben, die so stark auf Konsum und materiellen Besitz ausgerichtet ist?

Wie können wir annähernd im Einklang mit der Natur leben?

Was brauchen wir, um uns wirklich wohl zu fühlen?

Kurz gefasst: Welchen Weg wollen wir gehen und wie können wir glücklich dabei sein?

 

Diese Fragen waren vor Beginn unserer Reise von Bedeutung. Es ging für uns beide also hauptsächlich darum, was uns im Leben wirklich wichtig ist.

 

Konnten wir eine Antwort finden?

 

 

Die Anfangszeit war manchmal nicht so leicht. Wir hatten schlechtes Wetter, es war kalt und regnete oft. Die Beschäftigungsmöglichkeiten waren begrenzt und es war ungewohnt zu zweit dauerhaft auf engem Raum (12 qm!) zu sein. Einige Wochen hat es gedauert, bis wir uns an das neue Leben gewöhnt hatten und damit begann auch eine bemerkenswerte Veränderung.

 

Leben nach Bedürfnis

 

Was die meisten von uns lediglich im Urlaub oder an freien Tagen tun, konnten wir über Monate hinweg leben. Waren wir fit und munter, haben wir Ausflüge gemacht. Hatten wir Lust auf Ruhe, konnten wir einfach entspannen. Wir haben unser Tun danach ausgerichtet, wie wir uns fühlten oder worauf wir Lust hatten. Die Reiserouten haben wir danach ausgerichtet und unsere Tagespläne ebenso. Durch die wenigen Zwänge von außen waren wir fast völlig selbstbestimmt und fühlten uns frei. Wir etablierten einen natürlichen und gesunden Schlafrhythmus, verbrachten viel Zeit in der Natur und genossen die Ruhe.

 

Wir hatten also die wunderbare Möglichkeit, jeden Tag in uns hinein zu horchen und zu erkennen, welche Bedürfnisse da sind. All das hat sich sehr richtig angefühlt und ich glaube auch, dass dies der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden ist.

 

Nun stehen wir natürlich vor der großen Herausforderung dies auch in unserem zukünftigen Alltag zu integrieren.

 

Neue Perspektive

 

Nach fünf Monaten Abwesenheit wieder nach Hause zu kommen gab uns die Gelegenheit unser (altes) Leben mit einigem Abstand zu betrachten. Die erste große Feststellung betraf all unsere Sachen, die in unserer Wohnung verblieben waren. So viele Bücher, Deko, Küchenutensilien, Kleidung und Vieles mehr. All diese Monate sind wir mit so wenigen Dingen gut ausgekommen und in der Wohnung war noch so viel, was wir eigentlich nicht benötigen. Uns ist auch bewusst geworden, wie viel Aufwand es macht, sich um all seine Habseligkeiten zu kümmern. Also haben wir radikal ausgemistet – zum zweiten Mal.

 

Die wichtigste Erkenntnis

 

Wir möchten gerne all die positiven Aspekte unserer Reise auch in unseren zukünftigen Alltag integrieren. Es geht also darum, ein Leben zu entwerfen, das auf unsere Wünsche und Bedürfnisse ausgerichtet ist.

Mit diesem Entschluss haben wir während der letzten Wochen einen Plan für die Zukunft entwickelt. Dieser betrifft sowohl unser berufliches als auch unser privates Leben.

Bin ich zuversichtlich, dass das auch hinhaut? Klar!

 

 

Insgesamt lässt sich also sagen, dass wir während dieser Reise einen neuen Zugang zu unseren Bedürfnissen gewonnen haben. Dadurch hat sich beinahe wie von selbst gezeigt, was uns wirklich wichtig ist.

Wir haben uns neue Ziele gesetzt und Pläne gemacht. In der nächsten Zeit wird es nun darum gehen, diese auch zu verwirklichen.

Besonders wichtig ist für uns dabei, ein selbstbestimmtes und freies Leben zu führen und die Möglichkeit zu haben, uns unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

 

 

Wie steht ihr zu den Themen Selbstbestimmtheit und Bedürfnisserfüllung?

 

 

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